Töpferwerkstatt

Willkommen an meinem Arbeitsplatz

Der Werkstoff Ton ist meine ganz große Leidenschaft. Mit Hingabe töpfere ich frostsichere Objekte mit natürlicher Ausstrahlung und dem unverwechselbaren Charme handgemachter Keramik. Ich lade Sie herzlich ein, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

 

Töpferei Arbeitsplatz
Hier wird Ton geknetet, gerollt, geformt und modelliert
Arbeitsplatz Töpferei
Mein Arbeitsplatz mit Blick aus dem Fenster

Gipfsfomen zum Kugelherstellen
Gipsformen ..... Hilfsmittel zum Herstellen größerer Kugeln
Kugelherstellung in der Töpferwerkstatt
Kugeln in unterschiedlicher Größe
Töpferöfen in der Werkstatt
Meine fleißigen Kollegen - die Töpferöfen

Keramikfiguren entstehen
Keramikfiguren in der Vorbereitung
Keramikfiguren müssen noch trocknen
Swinging Ladies stehen zum Trocknen im Regal

 

Nach der Formgebung eines Objektes aus dem keramischen Rohstoff,  sind es eine nicht zu unterschätzende Zahl von Arbeitsschritten, bis die fertige Ware letzlich in den Verkauf kommt.  So muss das frisch modellierte Stück zunächst an einem kühlen Ort, je nach Größe für ein bis zwei Wochen, gut durchtrocknen. Wärme ließe den Ton zu schnell hart werden, wass wiederum Risse verursachen kann. Ich stelle meiner Rohware hierfür einen separaten kleinen Keller als Trockenraum zur Verfügung. Auch der Brennprozess muss sehr behutsam vor sich gehen. Nur etwa ein Grad je Minute heizt der Töpferofen beim ersten Brand auf, bis die Endtemperatur von 850°C erreicht ist. Ebenso langwierig wie das Aufheizen ist auch die Abkühlphase, auch hier muss wegen der Gefahr von Rissbildung gewartet werden.

 

Rohware nach dem Schrühbrand
Ein Blick in den Ofen nach dem sogenannten Schrühbrand, dem ersten Brennvorgang
Vor dem Glasieren in der Töpferwerkstatt
Es folgt das Glasieren und Bemalen

Ist die Temperatur des Töpferofens nach etwa einem Tag Wartezeit unter 100°C gefallen, kann zunächst der Deckel einen Spalt weit geöffnet werden. Die erkaltete Schrühware wird nun ausgeräumt und kann glasiert werden. Wenn das Wetter es zulässt, erledige ich diese Tätigkeit im Sommer immer gerne im Garten. Beim Töpfern im Freien würde der Ton zu schnell trocknen, aber das draußen Glasieren klappt gut. Das rohgebrannte Objekt wird zunächst vollständig von Staubresten befreit damit die Glasur gut haftet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Glasierens. In vielen Töpfereien wird die Farbe aufgespritzt oder getaucht, ich habe mich für die dritte Variante entschieden und trage sie sorgfältig von Hand mit einem flachen Borstenpinsel auf.  Die Glasurfarbe hat eine milchige Konsistenz und muss rasch und kontinuierlich aufgepinselt werden. Der noch poröse Scherben, wie man die Keramik in diesem Zustand nennt, nimmt die Glasurflüssigkeit sehr rasch auf und trocknet an. Es sind drei bis vier Farbaufträge in dünner Schicht notwendig, um ein gleichmäßigs einheitliches Ergebnis zu bekommen. Wichtig ist nun, den Boden der Keramik abzuwichen, sollte nämlich Glasur anhaften, würde das Stück beim Brand untrennbar an der Ofenplatte festbrennen.  Ich lasse die fertig glasierten Töpferstücke dann noch einen Tag oder über Nacht durchtrocknen, bevor sie zum zweiten Mal in den Brennofen kommen.

 

Glasieren im Garten
Bei schönem Wetter verlege ich diese Arbeit auch gerne nach Draußen
Vor dem Glasurbrand
Vor dem Glasurbrand

 

Im Glasurbrand brenne ich meine Keramik bei 1.220-1230°C, was wiederum etwa einen Tag dauert. Ist die Höchststemperatur erreicht, so wird diese noch eine halbe Stunde beibehalten. Erst danach geht es an's Abkühlen. Beim Erreichen der Höchsttemperatur  verschmilzt die Glasur  mit dem Ton, es entsteht eine steinharte Verbindung, die sich Steinzeug-Ware nennen darf. Steinzeug ist wegen der extrem hohen Brenntemperatur, auch ohne Glasur  wasserfest und frostsicher.

 

Lagerung von Keramik
Die fertige Keramik wird bis zum Verkauf eingelagert

Das Abkühlen beim zweiten Brand, den man Glasur- oder Glattbrand nennt, dauert wegen der höheren Temperaturen auch etwas länger und versetzt mich auch nach langen Jahren dieses Handwerks immer wieder in Vorfreude. Die fertige Keramik kann im erkalteten Zustand aus dem Ofen geräumt werden, sie wird eingehend auf eventuelle Schäden untersucht und die Käferzipfel z.B. auch noch mit Holzwolle befüllt. Jetzt geht's zum Fotoshooting nach Draußen, auch hier freue ich mich immer wenn die Sonne lacht. Die Bilder werden schöner und es macht natürlich auch mehr Spaß. Es folgt die Computerarbeit, die Fotos werden zugeschnitten, erhalten ein einheitliches Format und die Ware wird im Online-Shop eingestellt.

 

Keramik in Kistchen
Teil des Keramiklagers
Versandstation
Hier wird die Ware versandfertig gemacht

 

Der vorerst letzte Schritt ist das Einlagern der fertigen, mit Bestellnummern versehenen Keramikprodukte. Wie man hier sieht, besteht mein Lager aus vielen kleinen Mandarinenkistchen, die ich für diesen Zweck seit Jahren sammele. Rechts im Bild ist mein Packtisch zu sehen, jede von Kunden bestellte Keramik wird hier sehr sorgsam und gewissenhaft verpackt, bevor die Ware auf die Reise zu ihrem neuen Besitzer geht.